Notiz
in der Süddeutschen Zeitung vom 13.08.2009:

Leserbrief
von
Thomas
Rödl c/o DFG-VK Schwanthalerstr. 133, 80339 München
An
die Süddeutsche Zeitung, Leserbriefe
Zur
Meldung vom 13.8. 09:
„SPD
will Ehrung von Bertha von Suttner“
Wer
schützt Bertha von Suttner vor falschen Freunden?
„Die
Waffen nieder!“ mit diesem programmatischen Titel ihres Romans
wurde Bertha von Suttner bekannt.
Was
geschieht in Deutschland?
Die
Bundeswehr betreibt ein massives Aufrüstungsprogramm von Marine
über Heer zur Luftwaffe, mit Geldern die auch die SPD bewilligt
hat. So beschafft Deutschland das modernste konventionelle U-Boot,
hochseetaugliche und weltweit einsetzbare Fregatten und Korvetten,
zur Bekämpfung von Landzielen geeignet; 60
Großraum-Transportflugzeuge um Truppen und Material 6000 km
weit transportieren zu können; neue Kampfhubschrauber Tiger,
Eurofighter zum Stückpreis von über 100 Mio Euro; dazu noch
Mungos und Dingos und wie die modernen Panzer heißen.
Abgerundet wird das Programm durch Spionagesatelliten und das
europäische Navigationssystem Galilei, mit dem die Waffen
präzise gelenkt werden können.
Die
SPD hat alle Lieblingsprojekte von Militär und Rüstungsindustrie
bewilligt, sei es zusammen mit den Grünen oder später mit
den Schwarzen. Sie hat die Ideologie längst verinnerlicht, dass
ein starker Staat ein starkes Militär brauche und Deutschlands
politische Bedeutung auch auf seiner Militärmacht beruhe.
Bertha
von Suttner wollte die allgemeine Abrüstung und die friedliche
Beilegung von Streitigkeiten durch Völkerrecht - das Gegenteil
der aktuellen Politik: Bombenkrieg gegen störende Regime
(Jugoslawien), Beschlagnahmung von Ölquellen (Irak), Errichtung
von strategischen Stützpunkten (Afghanistan).
Hallo
SPD! Laßt die Bertha von Suttner in Frieden ruhen und sucht
Euch andere Themen für den Wahlkampf. Bei den Patriarchen in der
Ruhmeshalle hat sie nichts verloren. Wer den Frieden will muß
eine andere Politik wählen!
Thomas
Rödl,
Sprecher
der Deutschen Friedensgesellschaft (1892 von Bertha von Suttner
gegründet) - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Landesverband
Bayern